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Green Pitch – La jolla
Erscheinungsdatum: 10. April 2009 / Label: PonyRec (Indigo)
04.05.2009, 22.00, P-Man | 452 x gelesen

Sehnsucht als Inspiration

 

Die Sehnsucht nach bestimmten Menschen oder Orten hat schon immer eine besondere kreative Energie in den Einzelnen, aber auch im Kollektiv freigesetzt. Die Phantasie scheint ebenso grenzenlos wie die Möglichkeiten verschiedene Ideen in die Tat umzusetzen. “Green Pitch“ leben in dem schwebenden Zustand mit Gartnergade in Kopenhagen und La Jolla in Südkalifornien zwei Orte gefunden zu haben, an denen sie sich heimisch fühlen. 1998 von Gitarrist Ste Rasch gegründet, findet er in Rex Garfield schnell die Stimme, die den Sound der Band prägen soll. Gemeinsam werden die ersten Songs zu Papier gebracht und mit dem charmanten Debütalbum “The outlet pass“ in die Welt frei gelassen. Live wächst das Duo zur Band heran und wird dabei von Sänger Kristian Kristian (The River Phoenix) und weiteren Musikern ergänzt. Diese bringen sich dann auch beim Nachfolger “Ace of hearts“ ein, das 2005 erscheint und die Brücke zu den Vereinigten Staaten und Kanada schlägt. Im Sommer 2007 werden die Arbeiten am 3. Album abgeschlossen, welches in Dänemark seinen Ursprung und in San Diego, Kalifornien seine Vollendung findet.

 

“La jolla“ liegt an Küste und ist ein Stadtteil von San Diego. Gleichzeitig ist es der Titel der musikalischen Liebesbekundung von “Green Pitch“. 2 Herzen scheinen in ihrer Brust zu schlagen – kalte Winter und lange Nächte in Gartnergade haben ebenso ihre Spuren hinterlassen wie der pazifische Ozean mit seiner Sonne und den Seelöwen. Ein unaufdringliches Album, das höflich zum Zuhören einlädt und trotz, oder gerade wegen, der Zurückhaltung verzaubert. Elektronischer und experimenteller als der Vorgänger, aber in sich ebenso schlüssig und wohlklingend. Wenn man Parallelen schlagen möchte, dann vielleicht zu “Dear Reader“ aus Südafrika, wobei diese noch etwas opulenter zu Werke gehen. Hier bleiben gerade in der 2. Hälfte die leisen, minimalistischen Klänge im Vordergrund. Sängerin Rex Garfield singt zuckersüß über die vorsichtig, fast zerbrechlich agierende Instrumentalfraktion. Lediglich “Fire escape“, das einer Schunkelnummer im positiven Sinne gleicht, kann gelegentlich ausbrechen. “A letter of stone“ besitzt so viel Wärme und Charakter, spätestens der Refrain zieht den Hörer in seinen Bann. Ein wunderschönes Album, dem es eigentlich nur an ein, zwei weiteren Höhen mangelt. Träumen ist erwünscht, ob im kalten Winter vor einem knisternden Kaminfeuer oder in entspannter Strandatmosphäre. 

 

Anspieltipps: “Fire escape“, “A letter of stone“ und “Recently may“

 

 

Note: 2,0

 

Trackliste:

1. Somebody's hands

2. Green pitch

3. Fire escape

4. Sad conclusion

5. A letter of stone

6. Recently may

7. Tender

8. Between the trees

9. Total damage

10. Vultures

11. Be Frank

12. Wrong harbor

 

Bandmitglieder:

Rex Garfield - vocals

Ste Rasch - guitar

Kristian Kristensen – guitar, vocals

Michael Brandt - drums

Reno Rasmussen – multi instrumentalist

 

 

   
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