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Another Kind Of Death – Sleepless every night
Erscheinungsdatum: November 2007 / Label: Underhill
18.01.2008, 21.54, P-Man | 323 x gelesen

Musik nur, wenn sie laut ist

 

Madrid gehört nach London und Berlin zu den größten und wichtigsten Metropolen Europas. Dennoch stellt die spanische Landeshauptstadt im Vergleich zu den anderen Kulturzentren in Sachen Musik ein weniger großes Gewicht dar. Vor allem im Rock und Metalbereich ist die iberische Halbinsel dünn besiedelt. Entdeckt man nach langem Überlegen noch die ein oder andere progressive Formation würden wohl die Meisten vergeblich nach einer Noisecore Band zu suchen.

 

“Another Kind Of Death“ werden im Jahr 2000 gegründet. Bereits die erste 3-Track Demo sorgt für gute Kritiken. 3 Jahre später nehmen sie ihr Debütalbum “No signal“ auf, welches ausschließlich live eingespielt wird, um die Intensität und Kraft ihrer Auftritte einzufangen. Umtriebig veröffentlichten sie 2006 eine Split-CD mit “ Moksha“, “Moho“ und “Adrift“ namens “Waterloo“.

 

Mit dem Wechsel zum spanischen Label Underhill erscheint nun der erste Studiolangspieler. Von Beginn an lassen die Madrilenen keine Zweifel, dass sie mit den wuchtigen Schwergewichten der amerikanischen und europäischen Szene mithalten können. Ausgereift und technisch versiert vermengen sie brachialen Noisecore, mit Metal – ja, sogar Southern Rock Elementen. Der Moshpart von “Car crash“ dürfte jeden “Parkway Drive“ Fan mit der Zunge schnalzen lassen. Aber “Another Kind Of Death“ schauen über den Metalcore Tellerrand und vermischen vertrackte, teils stressige Songelemente mit groovigen Linien und halten die Musik immer nachvollziehbar. Trotz Tempowechseln und verschiedensten Einflüssen, erkennt man eine Struktur im Wutchaos. Sänger Mario krächzt, spricht und schreit sich in Mark und Gebein, während wechselnd die instrumentale Gangart forciert oder verschleppt wird, sorgt das ruhig gehaltene Intermezzo “...and I chose you from dead“ für die einzig wirkliche Verschnaufpause. “Norma Jean“, “Converge“ und “Parkway Drive“ in einem Shaker und man erhält mit viel Glück einen schmackhaften Cocktail namens “Another Kind Of Death“.

 

Anspieltipps: “Car crash”, “Golem” und “Alcohol & glitter”

 

 

Note: 2,1

 

Trackliste:

1. The rope

2. Venganza

3. Car crash

4. Golem

5. Long distance vision

6. ...and I chose you from dead

7. Spitfire

8. Alcohol & glitter

9. Electric manifest

10. Cloudy water

 

Bandmitglieder:

Ale – bass, backing vocals

Jaime - drums

Carlos - guitar

Mario - vocals

Victor - guitar

 

 

   
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