08.05.2008, 00.48, P-Man | 545 x gelesen
Die Selbstantriebskraft der Musik
Trotz unterschiedlicher Charakter teilen sich die 5 Bandmitglieder von "Affective Insanity" 3 Dinge - die Vorliebe für's Feiern, ausgiebige Trinkgelage und den Hang zu extremer Musik. Seit 3 Jahren bereichern sie die lokale Szene um Mainz, Wiesbaden und Frankfurt mit einem abwechslungsreichen Mix aus Metal, Hardcore und emotionalen Gesangspassagen. 2006 erscheint mit der selbst betitelten 6-Track EP der erste Output aus dem Ingelheimer "Ballungsgebiet".
Während dieser noch relativ überschaubar strukturiert und an herkömmlichen Metalcoreszenarien angelehnt daherkam, strahlen "Affective Insanity" mit EP Nummer 2 in einem neuen Glanz. Technisch ausgereifter und komplexer in den Songstrukturen feuern sie ein Metalfeuerwerk ab, daß sich ganz klar an musikalischen Vorbildern wie "As I Lay Dying", "Parkway Drive" oder "Between The Buried And Me" orientiert, aber genug eigenes Profil mitbringt, um nicht als bloßes Plagiat abgetan zu werden. Frickelgitarren treffen auf verspielte Schwedenriffs, Doublebassattacken auf satte Moshparts und Breakdowns und auch die vielseitigen Vocals zwischen Shouts, Growls, Sprechgesang und cleanen Passagen wissen zu gefallen. Für eine DIY Scheibe bemerkenswert druckvoll produziert, zeigen sich die 5 bereit endlich über den lokalen Tellerrand hinaus zu schauen. Well done!
Anspieltipps: "Beautiful disaster" und "In Love Like A Slave"
Note: 1,9
Trackliste:
1. Lullaby
2. Beautiful disaster
3. Another day is lost
4. World's chosen misery
5. Sysyadhivrddhida Tantra
6. In love like a slave
7. Nothing left to live for
Bandmitglieder:
Steffen Bettenheimer - vocals
Dennis Frei - bass
Georg Kolbeck - drums
Niko Kerber - guitar
Benjamin Bischel - guitar
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